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G-Kraft I Beschleunigung

Die G-Kraft ist entscheidend für erfolgreiches Vibrationstraining

Sicherlich haben Sie auch schon einen der vielen Artikel gelesen, in denen darauf hingewiesen wird, dass Vibrationstraining den Muskelaufbau fördern, den Körper stärken und auch kräftigen kann. Dennoch muss man an dieser Stelle klarstellen, dass Vibrationstraining nicht gleich Vibrationstraining ist und es erhebliche Unterschiede gibt in Bezug auf die Bewegungsarten, sowie der Leistung und den damit verbundenen, entsprechenden Möglichkeiten des Trainings. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte führten dazu, dass wir für unterschiedliche Anwendungsbereiche Frequenzen von 5 bis maximal 40 Hz (nur ins Ausnahmefällen) empfehlen können, dies hat natürlich sehr viel mit der trainierenden Person und dessen Firtness zu tun. Wir empfehlen aufgrund zu intensiver Bewegung keine Amplituden über 6 mm (entspricht einem HUB von 12 mm). Zu hohe Amplituden über +/- 6,0 mm sind nicht nur unangenehm für den Trainierenden, sondern erhöhen auch die Belastung auf die Gelenke. Das Training soll nicht belasten, sondern stärken.

Vorab möchten wir Ihnen aber erklären was G-Kraft (Gravitation oder Schwerkraft) wirklich ist. Für viele ist es vielleicht ein Begriff aus der Raumfahrt, da man hier öfters mit dem Thema Schwerkraft konfrontiert wird. Tatsächlich ist es aber so, dass wir auf der Erde tagtäglich mit unserer bekannten, von der Erde erzeugten, uns immer umgebenden Schwerkraft zu tun haben. Diese ist verantwortlich dafür, dass ein Gegenstand auf den Boden fällt, dass wir zum Boden hin angezogen werden oder nach unten fallen, wenn nicht entsprechende Kräfte des Körpers aufgebracht werden, die dies zu verhindern versuchen. Genau diese Kräfte, welche von uns aufgebracht werden, sind es, die unseren Körper stärker machen können. Ein einfacher Dauerlauf ist immer ein Kraftaufwand des eigenen Körpers gegen die präsente Schwerkraft, denn das eigene Körpergewicht wird mit jedem Schritt von der Erde abgedrückt. Genau dies ist der Grund, warum Astronauten in der Schwerelosigkeit einen so enormen Verlust von Muskelkraft und Knochendichte haben. Die Astronauten sind im Weltraum einer nur sehr geringen Schwerkraft ausgesetzt und brauchen daher wesentlich weniger Kraft, um diese zu überwinden. Aus Science-Fiction Filmen kennt man ja bereits die hohen und viel weiteren Sprünge von Astronauten. Auf unserer Erde ist das schlichtweg undenkbar, wegen der vorhandenen Schwerkraft.

Wenn weniger Schwerkraft also zu einem geringeren Kraftaufwand und einer Schwächung von Muskulatur und Knochen führt, kann man mit erhöhter Schwerkraft den gegenteiligen Effekt erzielen, nämlich intensivere Stärkung oder im Sport auch Leistungssteigerung genannt. 


Wie erzeugt man nun aber zusätzliche Schwerkraft und welche Möglichkeiten gibt es, eben diese für den eigenen Körper zu nutzen? Eine Variante um das zu erreichen, ist das jedem bekannte Krafttraining, Bewegungen mittels zusätzlicher Gewichte. Jedes mal, wenn man beim Bankdrücken mit zusätzlichem Gewicht die Langhantel vom Körper wegdrückt, ist das mehr Gewicht, welches vom Körper gegen die Schwerkraft angehoben werden muss. Es stellt also eine zusätzliche Belastung für den Körper dar.

Das Ganzkörper Vibrationstraining, oder auch Schwerkafttraining genannt, ist eine einzigartige Möglichkeit die einwirkenden Kräfte auf den Körper zu erhöhen, denn durch die Aufwärtsbewegung der Vibrationsplatte wird der Körper nach oben beschleunigt, was ihn schlussendlich schwerer macht. Als Beispiel kann man die Fahrt mit einem Aufzug vergleichen. Wenn Sie in einem Aufzug stehen und dieser fährt mit einer erhöhten Geschwindigkeit nach unten, hat man das Gefühl zu schweben. Wenn er dann aber anhält oder sich mit einer höheren Geschwindigkeit nach oben bewegt, ist es ein Gefühl, als wenn der Körper schwerer wird, was dazu führt, dass man die Beine anspannen muss um aufrecht stehen zu können. 

G-Kraft berechnen

Sie haben mit Sicherheit schon ausführlich unsere Informationen zu den Grundlagen, den Frequenzen und Bewegungsformen gelesen und verfügen somit bereits über einige Basisinformationen. Sollten Sie diese Informationen noch nicht gelesen haben, empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle dies nachzuholen um die nachfolgenden Erklärungen zu verstehen. HIer finden Sie die Infos zu den Grundlagen, den Bewegungsformen und den Frequenzen.  

Die G-Kraft ist hier an dieser Stelle der finale Wert, welcher sich aus dem Zusammenspiel von Frequenz und Amplitude errechnen lässt. Er stellt die zusätzlichen Kräfte dar, welche wirklich auf den Körper einwirken und diesen dadurch entsprechend stärkt oder entspannt.

Sehr viele Händler oder Hersteller betonen immer wieder die Frequenzen als das Wichtigste für den Muskelaufbau, dem ist aber nicht zwangsläufig so, denn jedem, wer schon einmal auf einem seitenalternierenden Vibrationstrainer gestanden hat, wird wissen, dass die eigene Fuß- oder Handposition (also die Amplitude) die Intensität der Bewegung einer Vibrationsplatte ausmacht. Je höher die Amplitude, umso schwieriger wird das Training und desto intensiver die Wirkung. Die Frequenz stellt lediglich die Geschwindigkeit der Vibrationsplatte dar.

Manch andere betonen immer wieder die Amplitude sei das entscheidende, vielleicht auch daraus rekrutierend, weil deren Geräte nicht in der Lage sind, höhere Frequenzen zu erzeugen, wir wissen es nicht und möchten uns über die Ansätze hier auch nicht weiter streiten. Aber auch hier verhält es sich ähnlich, eine hohe Amplitude mit einer ganz tiefen Frequenz hat keinerlei nennenswerte Auswirkungen auf einen Stärkungsprozess im Körper. Zudem sind zu hohe Amplituden eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Man sollte keine höheren Amplituden als +/- 6,0 mm nutzen.

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FAZIT: Man kann festhalten, dass selbst die höchste Frequenz in Kombination mit einer Null - Amplitude keinerlei Wirkung auf den Körper hätte und eine extrem hohe Amplitude keinen Effekt in Kombination mit einer Frequenz von 0,00 Hz.

Gerade deswegen ist die G-Kraft der entscheidende Wert, um zu ermitteln, welche zusätzlichen Kräfte ein Gerät erzeugen und wofür es schlussendlich eingesetzt werden kann. Es gibt nur wenige Geräte, welche wirklich in der Lage sind, ein Training mit hohen G-Kräften zu ermöglichen, also eine Kombination aus richtiger Frequenz und passender Amplitude um den Stärkungsprozess zu absolvieren, die Muskeln aufzubauen oder den Knochen zu stärken.

 

WICHTIG: Fragen Sie daher IMMER nach den Frequenzbereichen und Amplitudenwerten, ganz egal welcher Hersteller oder welche Marke. Intensitätsstufen sind keine verlässlichen Parameter und täuschen oftmals nur über mangelnde Leistungsmöglichkeiten hinweg.

Ein Training mit 25 Hz und einer Amplitude von +/- 5,0 mm erzeugt demnach nicht nur 25 Muskelkontraktionen pro Sekunde, sondern die 12,6 fache G-Kraft.

Die meisten Vibrationsplatten bieten nur Frequenzbereiche von 5-13 Hz, manchmal vielleicht bis zu 15 oder 17 Hz. Das ist alles viel zu wenig für ein Stärkungstraining, da man mit diesen tiefen Frequenzen keine hohen G-Kräfte erzielen kann. Nur sehr wenige Hersteller sind in der Lage seitenalternierende Vibrationstechnologie mit der nötigen Leistung zu kombinieren. Dabei geht es nicht um Motorleistung, sondern um das, was beim Training auf den Körper einwirkt, die Frequenz, Amplitude und die daraus resultierenden G-Kräfte.